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Verehrte Gäste!


Ein herzliches "Grüss Gott" auf unserer Homepage. 
Ganz besonders würden wir uns freuen, Sie bei nächster Gelegenheit in unserem Tanzcafe persönlich begrüssen zu dürfen.
 
Hier auf dieser Seite stellen wir Ihnen unser Haus in nostalgischer Art und Weise vor, machen eine nette Zeitreise, beschreiben die 50 jährige "Rommel-Geschichte" bis hin zur Gegenwart.

Wir wünschen Ihnen viel Freude und gute Unterhaltung  beim studieren der Seiten, wenn Sie irgendwelche Anregungen oder Wünsche haben, sprechen Sie uns an oder schreiben Sie in unser Gästebuch, wir tun unser Bestes.
 
In diesem Sinne "Aufwiedersehn" !!!

 

 

 

Sonja & Jörg Rommel

  

 


 

 

  

"Das Tanz-Café-Rommel - eine wahre Legende..."

          

           

 Wie es mal war und wie es heute noch ist...

 

 

 

 "Geschwoft"  wird "im Schwaikheimer Rommel" noch genauso gern wie damals zu Beginn der 50er-Jahre,  als Arthur Rommel, der Vater des heutigen Besitzers Jörg Rommel, bereits im Jahre 1947 aus russischer Kriegsgefangenschaft einen Antrag  plus Planskizze an die Gemeinde Schwaikheim schickte.

 

 

 

Es ging um den Umbau seiner Bäckerei in ein Tanz-Café. Mit der Genehmigung dauerte es zwar bis er wieder zurück in der Heimat war, aber dann 1950, am Anfag des deutschen Wirtschaftswunders, ging es los.  Die "Rommel - Geschichte" begann...

 

 

 

 

 

Von da an war an den Wochenenden dufte Stimmung im Café. Bands hiessen damals noch Kapellen oder Combos, sie spielten Beat, Twist und Rock`n Roll.

 

 

 Hits von Wandra Jackson, Peter Kraus, Conny Froboess oder dem jungen Freddy Quinn. Die Frauen trugen Steghosen, Petticoats und hochtoupierte Haare oder auffällige Hüte, die Männer Brisk-Tollen, Koteletten und schwarz-weiße Slipper. Draußen parkten die Kreidler Floretts und Opel-Kadetts.

 

 

                  

 

              

Man rauchte Overstolz ohne oder Supra mit Filter aus dem Fünferpäckchen, trank Eckes-Edelkirsch oder Kakaolikör mit Nuss an der Bar.

 

  

            

 

 

    Inzwischen wurde sage und schreibe sechzehnmal angebaut und das Tanz-Lokal bietet heute rund 400 Gästen Platz. Sonst hat sich nicht viel verändert. Die massgefertigten Sofas in altrosé “aus den Sechzigern“ wurden neu gepolstert, das Design ist das alte geblieben. Die Tischlampen und die Vasen auf den breiten Fenstersimsen haben auch schon einige Jahre hinter sich. Die Seidenblumen - Arrangements könnten aus den "80ern“ stammen. Der "Kölnisch-Wasser-Spender" auf der Herrentoilette ist ein Relikt aus frühen Tagen. Zehn Pfennig kostete seinerzeit ein Erfrischungsspritzer.

 

 

          

 

 

Der Apparat funktioniert noch, nur nimmt er keine Cents. Selbst das Publikum ist fast noch dasselbe, "70 Prozent sind Stammgäste, viele waren schon als junge Leute hier", sagt Jörg Rommel und zeigt alte Postkarten: "Im Moment habe ich Gallensteine", schreibt eine Elfriede, "aber sobald ich wieder auf dem Damm bin komme ich. Herzliche Grüße." Oswald und Marianne haben sich vor 40 Jahren beim Tanz in Schwaikheim kennengelernt. Zur Silberhochzeit schickten sie eine Grußkarte. Einmal jährlich kommen sie "ins Rommel", um wie früher zu "schwofen."

 

  

 

  

 Wo wird nach wie vor jedes Wochenende bei Live-Musik  der gute alte Paartanz gepflegt,  wo gibt es auch immer wieder von den Musikern für gute Gäste die gewünschte Musik oder zwischendurch sogar mal einen modernen Freestyle? Wo herrscht trotz allem Romantik und wo hält man noch etwas auf Umgangsformen? Wo gibt es Stammgäste die seit 40 Jahren kommen? Wo gibt es nach wie vor selbst gebackenen Kuchen an jedem Sonntag? Im Tanzcafé Rommel in Schwaikheim!!!

 

  

 

Gepflegte Musik ist nicht nur die gute Note "im Rommel", sie ist auch "Tradition des Hauses" und somit der ganze Stolz der Eheleute Sonja und Jörg Rommel. Sie führen das elterliche Tanzlokal schon 25 Jahre sehr erfolgreich genauso wie ihre Vorfahren.
             

                                               

  

Das Durchschnittsalter der Gäste dürfte bei "45" liegen. Frauen in Kostümen, einige weiße Dauerwellen, Rüschenblusen und Perlenketten, Krokopumps, wadenhohe Stiefel zum Rock, Jeans-Jacken, natürlich auch enge Blue-Jeans und auffällig breite Gürtel um schmale Hüften. Andere tragen figurbetonte, schicke Kleider  mit passend hohen Schuhen und schlängeln sich mit reizendem Schritt durch die Reihe.

  

                                                                    

 

 

Viele Männer tragen Kombination, Einstecktücher im Sakko, einer kommt mit schwarzem "Daniel-Gerard-Hut“,

 

 

einer mit massiver Goldkette unter dem aufgeknöpften Hemd, einer mit weißem Seidenschal und sandfarbenem Kaschmiranzug. Einer pfeift unmotiviert vor sich hin und blickt prüfend im Saal herum.

Ein Top-Duo hat sich für den bevorstehenden Auftritt und das Programm hergerichtet. Die Kellner stehen lächelnd an der Theke, nachdem sie von der Chefin wegen der Tischreservierungen noch kurz informiert wurden. 

    

                                                              

 

Die Servicekräfte sind schon bei der Arbeit.

 

 

 

Der Chef Jörg Rommel begrüsst alle freundlich.

 

 Gäste sind zwischenzeitlich viele eingetroffen, Solofrauen, Frauenduos, Frauentrios, einige Solomänner und natürlich Paare. Eine Schwarzhaarige  –  Ende 30, "Typ Vamp" – mit schwarzen Strümpfen, elegantem Kleid mit tiefem Dekoltee und hohem Schlitz -- alle Blicke auf sich ziehend -- nimmt an der Bar Platz ...

                

    

  ... und bestellt sich einen Campari-Orange.              

 

                                                              

 

Ein Mann mit Schnauzer, Mitte 40, Typ "Einsamer Wolf", sitzt drei Hocker weiter und wagt ab und zu einen Seitenblick. Die meisten Gäste sind bekannt. Aber wann geht es denn endlich los heute? Die Musik hätte schon anfangen sollen. Alles wartet. Man will tanzen. Endlich! Eine hübsche Sängerin  betritt die Bühne, ein paar Männer drehen sich nach ihr um. "Wir begrüssen Sie herzlich hier im Tanz-Cafe Rommel und wünschen gute Unterhaltung!", so erklingt es aus den Lautsprechern. Dann stellt der Keyborder die Mikrofonanlage auf seidigen Sound, und mit angenehmen Stimmen singen die beiden Musiker vom Herz, das ewige Liebe schwor.           

     

                                                                                         

 

 

Kaum erklingt die Melodie, wird schon getanzt. Im nächsten Song lautet der Refrain: „Einen Stern, der deinen Namen trägt, hoch am Himmel steht, den schenk ich dir heut' Nacht.“ Ein Mann mit  wenig Haar und  karriertem Jacket verwandelt sich auf dem Parkett in Fred Astaire, zieht seine Partnerin binnen Sekunden schwungvoll quer über die Tanzfläche an der Bühne. Eine Mutter, Mitte 60, tanzt mit ihrer Tochter, Mitte 40, auf der anderen Tanzfläche, die sich  weiter hinten befindet. Eine rothaarige

Frau ist aufgefordert  worden. Er drückt sie fest an sich, sie hingegen biegt ihren Oberkörper von ihm weg.  Und jetzt wird es immer voller auf den beiden Tanzflächen. Auch sind langsam alle Tische im Lokal voll belegt.

 Es ist "Rommel-Zeit".


 

 

Im Tanz-Cafe ist wieder mal tolle Stimmung. Super Musik, - wie immer, alles tanzt. Jeder hat sein Plätzchen gefunden und ist glücklich, dass endlich wieder Wochenende ist. 

 

Vor dem Lokal parken Autos mit Ludwigsburger und Leonberger Kennzeichen. Auf dem Parkplatz hinter dem Tanz-Café sieht man viele Waiblinger, auch Esslinger Kennzeichen. Alle Parkplätze sind belegt; die meisten Fahrzeuge haben Stuttgarter Kennzeichen.   

                   

 

          

 

 

                     

 

 

Die Zeit vergeht wie im Flug und schon ist es an diesem Freitag kurz vor Mitternacht.

 

 

 

 

 

Es ist die nächste bunt gemischte Tanzrunde angesagt.  Mit dem Tango: „In deinen Armen zu träumen, ist so schön bei verliebter Musik“ - ein Klassiker von Gerhard Wendland von 1961,  beginnt diese Runde und es geht weiter mit:  „Marina, Marina, Marina, dein Chic und dein Charme der gefällt“, - Will Brandes 1959. Das alles ist an gleicher Stelle schon vor Jahrzehnten gelaufen. Natürlich sind auch aktuelle Hits dabei wie von Helene Fischer "Atemlos" und Nik P. mit "Geboren um dich zu lieben". Sogar ein Rock 'n Roll ertönt noch zu später Stunde. Man ist happy.

 

 

    

 

Szenenwechsel.
 
Die rothaarige Frau tanzt jetzt mit einem in schwarz gekleidetem Mann mit Pferdeschwanz, der schon die ganze Zeit  Ausschau nach ihr gehalten hatte, sich aber bislang sehr zurück hielt. Daneben lässt Walter Eisele seine Tanzpartnerin elegant ein- und wieder ausdrehen. Der Stuttgarter ist ein Stammgast. 1966 kam er zum erstenmal ins Rommel, "damals war Jörg noch ein kleiner Bub,

  

 

 

-sein Vater stand immer am Eingang-, ohne Krawatte kam keiner rein. Sonst hat sich in seinen Augen eigentlich nicht viel verändert. "Früher waren mehr jüngere Leute da und die Stimmung war viel ausgelassener, weil mehr Alkohol getrunken wurde".  

 

     

 

 Seit seiner Scheidung vor 15 Jahren ist Walter Eisele wieder fast jedes Wochenende in Schwaikheim  "so was wie hier findet man ja sonst nirgends mehr". Seine Lebensgefährtin, Irene Guthmann, hat er vor zwölf Jahren im Rommel kennengelernt. Er sass an seinem Stammplatz hinter der Bühne, sie an ihrem Stammplatz neben der Tanzfläche. Er liess ihr ihr Lieblingsgetränk an den Tisch bringen. Sie schaute rüber und lächelte.

  

 

                                                                      

  

 

Er fragte: "Darf ich um den nächsten Tanz bitten?" - "Gern." "Es muss ein flottes Lied gewesen sein", sagt sie, "darauf tanzt du ja am liebsten."

Die Sängerin singt jetzt mit viel Temperament: "Fliegst du mit mir zu den Sternen."

Die rothaarige Frau wird vom nächsten Tänzer, -wie sich herausstellt ein äusserst quirliger- aufs Parkett geführt. "Eigentlich sollte es selbstverständlich sein, dass wir auch zum Tanz auffordern", sagt eine Frau, Mitte 40, die an der Bar sitzt und am Kirschsaft nippt. Aber das traue sie sich nur, wenn die Band ausdrücklich eine Damenwahl ansagt.  Der Keyboarder singt gerade "Are you lonsome tonight." Der "King of Rock`n Roll" bleibt unvergesslich.

 

 

"Ja, wenn eine Tanzrunde eröffnet wird kommen manche fast schon angerannt, um Erster zu sein“, sagte sie. Auch an diesem Abend gebe es einen der dauernd um sie herumschleiche. "Er ist nicht mein Typ um ehrlich zu sein, die meisten hier gefallen mir garnicht." Sie lehne dann dankend ab und sage, dass sie diese Runde nicht tanzen wolle. In der Runde tanzt sie dann auch mit keinem anderen "das gehört sich nicht." Sie suche keine Männer im Rommel, sie wolle einfach etwas unter die Leute, Discos seien noch nie ihr Fall gewesen, Besenwirtschaften oder Weinlokale auch nicht. "Hier ist was los und man kann sich gut unterhalten." Mit einem habe sie sich mal eingelassen. "Was daraus wurde?" Sie winkt ab: "Wie es heutzutage eben ist."


 

 

 Die Sängerin singt nun den Walzer: "Que sera, sera, whatever will be."

 

  "Ich sehe es genau, wenn einer ständig im Saal herumkreist und eine Frau nach der andern anbaggert", sagt Jörg Rommel. "Wer penetrant wird, fliegt raus, solche Leute machen dir dein Lokal kaputt", sagt der Chef. "Frauen sind mein Kapital, wenn keine Frauen mehr kommen, bleiben auch die Männer weg." Ein älterer Herr sagt  zum Chef: "Viele Frauen betonen, dass sie hier keinen Mann suchen, aber eigentlich suchen sie halt doch." Er komme, weil er gerne tanze. Gerade scheint sich allerdings was anzubahnen. Vor einigen Wochen hat er eine Frau im Tanzcafé gefunden, mit der er sich gut versteht. Jetzt kommen sich die beiden behutsam nahe... 

 

  

 

 

   
"Man sollte niemals nie sagen !"